Empfangen dürfen
Gestern beim Tanzen. Es spielt keine besonders große Rolle, was, wann, wer, wieso, warum, aber es war ein freies Tanzen, also keine Schrittfolge zu merken oder so etwas, kein Paartanz. Es geht um den bewussten Kontakt, mit sich selbst und evtl. anderen.
Meine Übung, die ich mir für den Abend bewusst ausgesucht hatte............................
Es war, als ob sie ganz genau spüren würde, wo, an welchen Stellen, sich mein Körper gerade nach Berührung und nach gehalten Sein, sehnt.
Was für ein Geschenk.
Immer wieder konnte ich in mir aber auch Fragen spüren, "Wie tief darf ich mich hier hineinfallen lassen?" auch ein Hinspüren zu ihr, wann ist möglicherweise genug? Aber auch immer wieder ein tiefer in die Erfahrung sinken... Dadurch, dass ich schon etwa gute 2 Stunden, eher 3 in einem recht angenehm tiefen Kontakt mit mir selbst war, wirkte die Berührung nun, wie eine nochmalige Intensivierung und Verstärkung.
Es fühlte sich so absolut frei, absichtslos, erwartungslos und hingebungsvoll in diesem Tun verankert an.
Ich konnte spüren, wie mein Körper weicher wurde und sich weiter öffnet. Die Energie war auch recht verschmelzend, für mich zumindest.
Von daher konnte ich besonders zum Ende hin, auch etwas Anhaftung in mir spüren, das nun vielleicht irgendwann einmal wieder (genau so oder ähnlich) zu erfahren. Wahrscheinlich verständlich, dennoch gäbe ich dem besondere Aufmerksamkeit, weil es mir aufzeigt, wo ich eben noch nicht frei von Anhaftung, Vostellungen, Wünschen usw bin. Auch der Kopf meldete sich hin und wieder mit Frage, wer ist dieser Mensch eigentlich, was macht sie in dem "normalen weltlichen Tun"?
Und auch der alt bekannte Verlassenheits- Schmerz nach dem Lösen aus dieesr Begegnung, gekoppelt mit etwas Verwirrung,
"Wer oder was bin ich nun, ohne dem ?"
Ich bin sehr froh darüber, diese Dinge nun mittlerweile so differenziert wahrnehmen zu können und zu beobachten, wie dies immer schneller durch mich hindurch geht.
Dazu kommt mir wieder einmal ein Satz von Graf Dürckheim, der war in etwa so; "Es geht nicht um das was aus uns hinaus kommt, sondern was in uns hinein kommt."
Was meint er damit ?
In unserer Kultur zählt meist nur das, hat nur das einen Wert, was wir erschaffen, sprich hinaus geben, auch leisten genannt.
Die wahre Kunst ist es aber zulassen, was durch uns hinein fließen will und diese Kraft erst einmal zu spüren, zu empfangen und in uns hinein zu lassen, aufzunehmen.
Auch jetzt während des Schreibens gibt es Widerstände, es fühlt sich nicht komplett frei an und was